Freitag, 23. März 2012

Spektakulärer Verkehrsunfall auf der Stockerauer Schnellstraße

Am 23.03.2012 wurde die Stadtfeuerwehr Tulln um 12:07 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen auf der Richtungsfahrbahn Wien der Stockerauer Schnellstraße (S5) alarmiert. 

Ein 23-jähriger Lenker eines Kleintransporters kollidierte auf Höhe Strkm. 8.3 aus bislang unbekannter Ursache mit einem tschechischen Lkw. Der Lkw prallte daraufhin gegen die Betonmittelleitschiene und schob dabei die tonnenschweren Elemente auf die Überholspur der Gegenfahrbahn. Der LKW schleuderte anschließend quer über die Fahrbahn und stürzte über die Straßenböschung und kam auf der Fahrerseite zum Liegen. Der Kleintransporter schleuderte nach dem Zusammenstoß ebenfalls in den rechten Straßengraben und kam auf der Böschung schwer beschädigt zum Stillstand. 

Ein auf der Gegenfahrbahn fahrender 67-jähriger Lenker eines BMW 530i aus dem Bezirk Krems konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen, prallte gegen die in die Fahrbahn ragenden Betonmittelleitschienen, schleuderte quer über alle Fahrspuren und kam erst im Wildschutzzaun zum Stillstand.

Die drei Fahrzeuglenker wurden vom Rettungsdienst medizinisch erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in das Landesklinikum Donauregion Tulln abtransportiert. 

Im Anschluß an die Unfallaufnahme durch die Autobahnpolizei wurde der Mercedes Vito mit dem Kran des Wechselladefahrzeuges 2 geborgen und zur Tullner Markenwerkstätte abtransportiert.
Die Stückgutladung des LKW, welche aus 1.600 kg Farbpulver und 5 Stk. Kupferrohrrollen bestand, musste vor der Bergung umgeladen werden. Danach konnte das Schwerfahrzeug mittels Kranfahrzeug und Bergeseilwinde des Wechselladefahrzeuges 2 aus dem Graben geborgen und wieder auf die Räder gestellt werden. Mit der LKW-Abschleppbrille des Kranfahrzeuges erfolgte der Transport zu einem geeigneten Abstellplatz.
Der beschädigte PKW auf der Gegenfahrbahn wurde durch die Freiw. Feuerwehr Stockerau geborgen und ebenfalls abtransportiert. 

Nach der Bergung der Unfallfahrzeuge wurde die Asfinag beim aufwändigen Entfernen der sieben beschädigten Betonwandelemente, welche etwa sechs Tonnen pro Stück wogen, mit dem Kranfahrzeug unterstützt. 

Aufgrund der umfangreichen Berge- und Aufräumungsarbeiten musste seitens der Autobahnpolizei eine Sperre der Schnellstraße bei der Richtungsfahrbahn Stockerau ab der Anschlussstelle Tulln sowie eines Fahrstreifens auf der Gegenfahrbahn eingerichtet werden, wodurch es zu umfangreichen Verkehrsbehinderungen im Freitag Nachmittagsverkehr kam.

Die Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Tulln konnten um 17:15 Uhr wieder einrücken und den Einsatz beenden. 

Eingesetzt waren:
Freiw. Feuerwehr Stockerau mit Vorausfzg., Tanklöschfzg., Rüstlöschfzg., Wechselladefahrzeug und 17 Mitgliedern
Freiw. Feuerwehr Tulln-Stadt mit Vorausfzg., Tanklöschfzg. 3, Kranfzg., Wechselladefzg. 1 mit Wechselladeaufbau-Versorgung, Wechselladefzg. 2 mit Wechselladeaufbau-Abschlepp und 17 Mitgliedern 
Rotes Kreuz Tulln mit einem Notarztwagen, Rettungstransportwagen und Behelfskrankentransportwagen 
Rotes Kreuz Stockerau mit einem Rettungstransportwagen und Krankentransportwagen
Rotes Kreuz Mistelbach mit einem Rettungstransportwagen
ÖAMTC Notarzthubschrauber "Christophorus 2"
Autobahnpolizei Stockerau mit zwei Fahrzeugen und einem Motorrad 
Autobahnmeisterei der ASFINAG mit acht Fahrzeugen 

Weitere Informationen:
ORF-Onlinebericht v. 23.03.2012