Hydr. Rettungssatz des Vorausrüstfzg.
Hydr. Rettungssatz des Tanklöschfzg. 1
Hydr. Rettungssatz des Tanklöschfzg. 3

Hydraulische Rettungsgeräte

Die Stadtfeuerwehr Tulln verfügt über drei hydraulische Rettungssätze der Marke Lukas welche großteils zur Rettung von eingeklemmten Personen nach Verkehrsunfällen eingesetzt werden. In der Basisausstattung besteht grundsätzlich jeder dieser Rettungssätze aus

• elektrisch betriebenem Hydraulikaggregat
• Doppelschlauchhaspel (je 20 lfm)
• Schneidegerät
• Spreizer
• Teleskop-Rettungszylinder
• Schwelleraufsatz

Mitgeführt werden diese Rettungssätze im Heck des Vorausrüstfahrzeuges sowie jeweils im Geräteraum 1 des Tanklöschfzg. 1 und Tanklöschfzg. 3.

Zur Verdeutlichung der Leistungsfähigkeit derartiger Geräte wird nachstehend der im Tanklöschfzg. 3 gehalterte hydraulische Rettungssatz mit folgenden Spezifikationen beschrieben:

• elektrisch betriebenes Hydraulikaggregat P 640 S E für Simultanbetrieb (70 MPa)
• mit angebauter Doppelschlauchhaspel (lumineszierendes Schlaumat., je 20 m)
• Schneidegerät S 510 (Schneidekraft: 914 kN, Messeröffnung max. 182 mm)
• Spreizer SP 310 (Spreizkraft bis 256 kN, max. Spreizweg 720 mm)
• zweistufiger Teleskop-Rettungszylinder R 424 (Hubkraft: 266 kN, zweistufig max. 1.505 mm)
• Schwelleraufsatz
• Pedalschneider Mini S 120 (Schneidekraft: 183 kN, Messeröffnung max. 52 mm)

Alle bei der Feuerwehr Tulln im Einsatz befindlichen Geräte sind bereits mit einer Sterngriff-Steuerung, welche ein feinfühliges und intuitives Bedienen ermöglicht, sowie mit Single-Kupplungen zum schnellen Gerätewechsel ohne manuelle Druckentlastung ausgestattet.

Da die mechanischen Übertragungsglieder bei Pumpenförderströmen von bis zu 70 MPa (~ 700 bar) sehr hohen mechanischen Beanspruchungen unterliegen sind bei diesen Geräten neben laufenden Sicht- und Funktionsprüfungen im Zuge von Routine-Überprüfungen durch den Zeugmeister, eine periodische Belastungsprüfung durch eine Fachfirma einschließlich Tausch der Hydraulikflüssigkeit in dreijährigen Intervallen sowie der Tausch des gesamten Schlauchmateriales in max. 10-jährigen Intervallen erforderlich.