Ausbildung

Ausbildung ist der beste Selbstschutz. Nur wer bestmöglich ausgebildet ist, kann auch bestmögliche Hilfe leisten. Heute wird das Feuerwehrwesen weniger von den körperlichen Kräften dominiert. Vielmehr spielt das Beherrschen der Geräte und Werkzeugen eine wesentliche Rolle. Eine gründliche und fundierte Ausbildung ermöglicht es uns, unseren Aufgaben professionell nachzukommen ohne dabei eine mögliche Selbstgefährdung zu riskieren.

Ausbilder der Feuerwehr

OBI Dr. Alfred Eisler

1956 in Wien geboren
Eintritt in die FF Tulln-Stadt: 1979
Ausbilder der Feuerwehr seit: Mai 2000
berufliche Tätigkeit: Lehrer am BG/BRG Tulln
sonstige Tätigkeiten: Feuerwehrkommandant-Stv.
frühere Tätigkeiten: Feuerwehrjugendbetreuer von 1981 bis 1998; Feuerwehrkommandant von 1998 bis 2000

Beschreibung Sachgebiet Ausbildung

Jeden Montag um 19 Uhr treffen sich die Feuerwehrmitglieder im Feuerwehrhaus. Dabei werden konkrete Einsatzsituationen geübt, aber auch gelernt mit Gerät und Fahrzeugen umzugehen, Zusammenarbeit trainiert und für den Einsatz wichtiges Wissen vermittelt.

Übungsarten:

Neben diesen Übungen gibt es auch Schulungsfahrten, um den Umgang mit den Einsatzfahrzeugen und die Bedienen des mitgeführten Geräts zu erlernen und zu festigen.

Auch wenn die aktive Brandbekämpfung nur mehr weniger als ein Viertel der jährlichen Einsatztätigkeit ausmacht, gehört die Bekämpfung des Feuers noch immer zu unserer Hauptaufgabe. Bei Brandeinsätzen lauern andere Gefahren als bei technischen Einsätzen. Der Umgang mit der Gefahr und die Bekämpfung des Feuers muss geübt werden.

Bei Brandeinsätzen werden wir mit vielen Gefahren konfrontiert, die von Fall zu Fall unterschiedlich sind. Daher ist es besonders wichtig, die Selbstverantwortlichkeit und Zusammenarbeit der Mannschaft zu trainieren.

Bei größeren Bränden sind oft die Anforderungen an Personal und Gerät so hoch, dass nur mehrere Feuerwehren die Situation gemeinsam bewältigen können. Daher werden die meisten Brandeinsatz-Übungen mit Betriebsfeuerwehren, Brandschutzgruppen oder mit anderen Freiw. Feuerwehren der Umgebung, die im Einsatzfall zusammenarbeiten sollen, durchgeführt.

Die umluftunabhängigen Atemschutzgeräte sind der beste Schutz in einer lebensfeindlichen Atmosphäre, wie sie bei Brandeinsätzen entsteht. Der Umgang mit diesen Geräten und deren Bedingungen muss besonders geübt werden. Die Brandbekämpfung im Innenangriff gehört zu den gefährlichsten Aufgaben eines Feuerwehrmitgliedes.

Etwa zweidrittel der Einsatztätigkeit sind technische Einsätze. Dabei wird die Feuerwehr mit einer Vielzahl an Einsatzsituationen konfrontiert. Nur durch modernste Ausrüstung und der richtige Umgang mit diesen Geräten kann rasch Hilfe geleistet werden.

Ein Großteil der technischen Einsätze sind Verkehrsunfälle. Dabei können Insassen des Fahrzeuges eingeklemmt sein. In diesem Fall ist rasche Hilfeleistung lebenswichtig. Das Zusammenspiel des Teams hat höchste Priorität. Aber nicht nur die eigene Mannschaft muss Zusammenarbeiten können. Viele Einsätze müssen gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Exekutive bewältigt werden. Gemeinsame Übungen und der Erfahrungsaustausch bieten die Möglichkeiten, Risiken und Gefahren für die Helfer und Patienten zu minimieren.

Um das große Spektrum (Verkehrsunfälle, Bergungen, Auspumparbeiten, Höhen- und Tiefenrettung, u.v.a.) an technischen Einsätzen bewältigen zu können, sind unsere Fahrzeuge (Kranfahrzeug, Rüstfahrzeug, Voraus-Rüstfahrzeug für Sondereinsätze) mit einer Vielzahl an Material und Gerät ausgerüstet. Daher stellen gerade Fahrzeug- und Gerätekunde einen wichtigen Teil der Ausbildung dar.

Bei einigen Geräten (Kräne, Seilwinden, Hydr. Rettungsgeräte) sind individuelle Schulungen auf Grund der Gefahren, die bei einer falschen Bedienung besteht, unbedingt notwendig. Hier ist vor allem präzises und sicheres Arbeiten gefordert.

Grundsätzlich ist zur Bedienung eines Kranes bei der Freiw. Feuerwehr kein Befähigungsnachweis in Form eines Kranführerscheines erforderlich. Eine interne Regelung der Stadtfeuerwehr Tulln verlangt jedoch trotzdem das Ablegen des staatlichen Kranführerscheins, um das Kranfahrzeug und den Kran sicher bedienen zu können. Entsprechende Lehrgänge werden von der Feuerwehr organisiert und ausgerichtet.

Auch das Schiffsführerpatent für internationale Wasserstraßen (Donau) wird außerhalb des Feuerwehrwesens erworben.

Theoretische Schulungen finden vor allem in den Wintermonaten durch eigenes Personal oder durch Sachverständige im Feuerwehrhaus statt.

Da weder die Zeit noch die technischen oder räumlichen Voraussetzungen in der Feuerwehr gegeben sind, alle Bereiche des Feuerwehrwesens zu vermitteln, besuchen die Mitglieder der Feuerwehr die Lehrgänge an der Landes-Feuerwehrschule.

Nach dem Absolvieren des Grundlehrganges steht dort ein großes Angebot an Lehrgängen zur Verfügung. Dabei haben die Feuerwehrmitglieder die Möglichkeit ihren eigenen Ausbildungsweg zu wählen. Dabei stehen eine Vielzahl von Modulen zur Auswahl, die in folgende Gruppen gegliedert sind: Ausbildung, Branddienst, Fahrzeug und Gerätedienst, Führen, Katastrophenhilfsdienst, Öffentlichkeitsarbeit, Psychologische Betreuung, Recht, Schadstoff, Technik, Vorbeugender Brandschutz und Wasserdienst.