Epoche II (1901-1950)

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1901

Josef Sedlmayer, Gastwirt, wird zum Kommandanten gewählt.

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1902

Der Anstreichermeister Michael Muthsam wird zum Kommandanten gewählt. Der am Samstag, dem 8. Februar in den neurenovierten Saallokalitäten des Herrn Leopold Knopfhardt abgehaltene Feuerwehrball fiel glänzend aus.

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1903

Im 25. Bestandsjahr rekrutierten sich 5 Ehrenhauptleute, 52 aktive Mitglieder und 25 Schutzleute aus der Bürgerschaft. Anläßlich der Feier des 25jährigen Bestandes der Feuerwehr waren Einnahmen in der Höhe von K 2016,54 zu verzeichnen.

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1904

Wie alljährlich gewährte das Reichskriegsministerium eine Subvention von K 100,--. Die Gemeinde subventionierte ihre Feuerwehr ebenfalls alljährlich mit K 120,--.

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1905

Für den Dampfspritzenfonds wurden K 50,-- bereitgestellt.

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1906

Die ersten ausgezeichneten Feuerwehrmänner

Der Beitrag der unterstützenden Mitglieder betrug K 372,40.

Vier Feuerwehrmänner konnten mit der von Kaiser Franz Joseph I. am 24. November 1905 gestifteten Ehrenmedaille für 25jährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesen dekoriert werden. Für den Dampfspritzenfonds standen K 557,54 zur Verfügung.

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1907

Der Dampfspritzenfonds hatte sich lediglich um K 18,44 erhöht.

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1908

Den 20. NÖ Landesfeuerwehrtag in Baden bei Wien besuchten 11 Kameraden. Um den Betrag von K 262,38 wurden bei der Maschinenfabrik Union in Wien Schläuche gekauft. Der Dampfspritzenfonds erhöhte sich auf K 1076,72.

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1909

Es wurde ein "Minimax"-Handfeuerlöscher angeschafft. Der Dampfspritzenfonds betrug K 1700,--.

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1910

Dampfspritze, 1910

Neben den laufenden Subventionen der Gemeinde von K 120,-- wurde auch alljährlich ein Betrag von K 40,-- für die Erhaltung der "Feuertelegraphenleitung" bewilligt.

In diesem Jahre erfolgte auch der Ankauf einer Dampfspritze, Muster "Oregon" von der Maschinenfabrik "Union" in Wien. Der Kaufpreis betrug K 8710,50. Bei der Sparkasse der Stadt Tulln mußte hiefür ein Darlehen von K 5700,-- aufgenommen werden. Um K 100,-- erfolgte der Verkauf eines Hydrophors an die Freiw. Feuerwehr Staasdorf.

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1911

Alljährlich spendete der Hilfsverein vom Roten Kreuz der Feuerwehr den Betrag von K 20,--. Der Feuerwehrmann B.J. erlitt bei einem Brandeinsatz eine Zerreißung der Augenbindehaut.

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1912

Die Stadtgemeinde gewährte eine Subvention von K 1000,--.

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1913

Der Schuldenstand für die Dampfspritze betrug noch K 3000,--.

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1914

Rettungswagen, 1914

Die Feuerwehr erhielt ein Legat (Schubert) in der Höhe von K 350,--. Ein bespannbarer Rettungswagen wird eingestellt.

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1915

Die Beiträge der unterstützenden Mitglieder betrugen K 426,--.

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1916

Für die Dampfspritze wurden K 1025,75 abgezahlt. Die Gemeindesubvention betrug K 1000,--. Die unterstützenden Mitglieder widmeten K 483,--.

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1917

Die unterstützenden Mitglieder leisteten K 474,--.

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1918

Für einen Krankentransport mit dem Rettungswagen nach Sieghartskirchen ging eine Spende von K 100,-- ein.

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1919

Die Rettungsmänner erhielten vom Roten Kreuz für ihre verdienstvolle Tätigkeit Medaillen.

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1920

In der Zeit vom 25. Juli 1914 bis 8. Februar 1920 fand keine Hauptversammlung statt. In dieser Zeitspanne ist die Wehr zu 13 Bränden ausgerückt. Kommandant Muthsam stellte in der Hauptversammlung vom 8. Februar 1920 fest, daß Löschwasservorsorgen besonders dringend seien, alle Brunnen wären auf ihre Ergiebigkeit zu prüfen und bei Eignung mit einem "W" zu bezeichnen. Die Wasserbezugsstellen sind auch auf Pläne einzuzeichnen.

Statt eines Feuerwehrballes wurde eine Haussammlung abgehalten. Während des Krieges leistete die Krankentransportkolonne überaus verdienstvolle Einsätze die allseits anerkannt wurden. Die Herren Zimmerer, Frank und Zuckrigl wurden ersucht, der Dampfspritze ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Auch die verdienstvolle Tätigkeit der Rettungsabteilung für den zivilen Bereich wird besonders erwähnt. Es ergaben sich folgende Ausfahrten: 1914 - 23, 1915 - 23, 1916 - 34, 1917 - 24, 1918 - 12 , 1919 - 41. Die meisten Ausfahrten führte Rettungsmann Kautz durch, nämlich 120.

Es wurde auch der im Weltkrieg 1914-1918 gefallenen Kameraden gedacht. Es waren dies die Herren: Hofstetter, Perzi, Glaninger, Lendl und Herzog. Feuerwehrkommandant blieb der bewährte Kamerad Michael Muthsam, zu Hauptmännern (identisch mit Hauptmann-Stellvertreter) wurden gewählt: Rudolf Zimmerer und Rudolf Hummel. Angeregt wurde, den Stadtarzt Dr. Alexander Zörnleib für die Fortbildung der Rettungsmänner zu gewinnen. Nach Amreiter übernimmt Zuckrigl die Stelle des Zeugwartes. Depotwart wurde Schiefer. Es wurde beschlossen, die alten Telephonleitungen abzunehmen, mit Ausnahme der Leitung vom Gerätehaus zum Turm. Am 27. Dezember berichtete Feuerwehrkommandant Muthsam, daß er in seiner Eigenschaft als Bezirksobmann in den Landesfeuerwehrverband als Ausschußmitglied berufen wurde.

1 Brandeinsatz ergab sich im Jahr 1920.

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1921

Benzinmotorspritze, 1921 (NÖ Feuerwehrmuseum, Tulln)

Ein nunmehr wieder durchgeführter Feuerwehrball brachte einen Reingewinn von K 15.500,--.

Es wurde beabsichtigt, eine Benzinmotorspritze anzukaufen. Im Berichtsjahr sind 36 Kranken- bzw. Unfalltransporte durchgeführt worden.

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1922

Feuerwehrhauptmann Geyer aus Wolfpassing hielt einen Vortrag über die Löschtaktik der Wiener Berufsfeuerwehr und berichtete über die Vorteile einer Überland-Feuerwehrzentrale in Tulln. Ebenso unterrichtete er über die Gefahren des elektrischen Stromes.

Auf Grund des § 3 des Gesetzes vom 19. April 1922 über die Errichtung eines Landesfeuerwehrbeirates (LGBl. Nr. 190) wurde Feuerwehrkommandant Muthsam zum Mitglied des NÖ Landesfeuerwehrbeirates ernannt.

Es ergaben sich 23 Ausrückungen der Rettungsabteilung. 100 Meter Subventionsschläuche wurden von der NÖ Landesregierung zugewiesen.

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1923

Zugseinteilung der Freiw. Feuerwehr Tulln vom 22. September

Neuerlich wird im Protokollbuch die Wichtigkeit der Löschwasserversorgung erwähnt und ebenso die Notwendigkeit einer intensiven Schulung. Von der Stadtgemeinde erfolgte eine Regelung bezüglich der Bespannung. Die Fuhrwerksbesitzer wechseln monatlich hinsichtlich der Bespannungspflicht. Die jeweilige Verständigung erfolgt durch die Stadtpolizei.

Von Stadtarzt Dr. Zörnleib wird ein Kurs über "Erste Hilfe" abgehalten.

Es ergaben sich Reparaturen an der Fahrspritze und am Hydrophor. In der Polizeiwachstube wurde eine Signalhupe installiert, mit der im Bedarfsfalle auch vom diensthabenden Wachmann die Feuerwehr alarmiert werden kann.

Zufolge Ablebens des verdienten Feuerwehrkommandanten Michael Muthsam wurde am 22. September Hauptmann Rudolf Hummel bis zur nächsten Hauptversammlung mit der Kommandoführung betraut. Kamerad Poisinger übernahm die Leitung der Rettungsabteilung.

Es wurden an die Versicherungsgesellschaften wegen Spenden zur Beschaffung einer Autospritze Ansuchen gestellt. Von der Post- & Telegraphendirektion wird die Abnahme der Feuerwehrtelephonleitungen gefordert und die seinerzeitige Bewilligung zurückgezogen. Die Feuerwehr richtete an die Stadtgemeinde das Ansuchen, es möge von den Hausbesitzern ein "Feuerwehrbeitrag" eingehoben werden. Da dieser geforderte Vorgang jedoch gesetzlich nicht gedeckt war, konnte dem Ansuchen keine Folge gegeben werden.

Alle Feuerwehrangehörigen mit einer mehr als 25jährigen aktiven Dienstzeit werden zu "Bürgern der Stadt Tulln" ernannt.

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1924

Motorspritze, 1924 (dzt. als Leihgabe im NÖ Feuerwehrmuseum Tulln) und Manschaftsfahrzeug, 1926

Die NÖ Brandschadenversicherung widmete der Feuerwehr

K 1,000.000,-- als Grundlage für die Anschaffung einer Autospritze. Der Autospritzenfonds verfügt über einen Betrag von K 15,597.000,--. Die umliegenden Gemeinden wurden ersucht, einen Beitrag für den Ankauf einer Autospritze zu leisten. Leider hatte diese Aktion keinen Erfolg.

In der Hauptversammlung vom 16. März 1924 wird Hauptmann Rudolf Hummel zum Feuerwehrkommandanten gewählt. Herr Hübl spendete ein Signalhorn.

Bei der Feuerlöschgerätefabrik Wilhelm Knaust, Wien 2., wird eine Benzinmotorspritze (Anhängerspritze) Typ "F" angekauft.

Für die Feuerwehr Tulln wurde als Löschrayon bestimmt: Asparn, Staasdorf, Kronau, Langenrohr, Frauenhofen, Nitzing, Langenlebarn, Neuaigen und Perzendorf.

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1925

Die Dampfspritze wurde bei der Firma Knaust in Wien repariert und voll einsatzfähig gemacht.

Eine Besichtigung des Gerätehauses durch die Gemeindevertretung und eine Inspektion der Feuerwehr durch den Landesfeuerwehrbeirat Bachner aus Altenwörth ergab eine volle Anerkennung für die Feuerwehr.

Von der NÖ Landesregierung erfolgte die Zuweisung von 200 m Schläuchen. Zur Instandhaltung des Rettungswagens langte vom Roten Kreuz ein Betrag von K 580.000,-- ein. Da immer wieder Schwierigkeiten hinsichtlich der Fahrzeugbespannung auftraten, erwies sich die Beschaffung eines Kraftfahrzeuges als dringend notwendig.

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1926

Über das Rote Kreuz wurde ein Desinfektionsgerät angeschafft. Es wird neuerlich die Anschaffung einer Autospritze in Erwägung gezogen. Es ergab sich die Reparatur der Motorspritze. Die Kosten hiefür (S 97,--) wurden von der Gemeinde bezahlt.

Von der außer Dienst gestellten Freiw. Feuerwehr Hernals wurden mit Unterstützung der Gemeinde ein Mannschaftsfahrzeug und diverse Monturgegenstände um den Betrag von S 9.000,-- angekauft. Die Ausfahrspritze, den großen Hydrophor und den alten Mannschaftswagen verkaufte man.

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1927

Von der Feuerwehr wurde für das Rote Kreuz gesammelt und hiebei ein Betrag von S 69,-- erzielt.

Anläßlich der Reparatur des Mannschaftsfahrzeuges ergaben sich größere Auslagen. Feuerwehrkommandant Hummel besprach mit dem Feuerwehrausschuß die Notwendigkeit der Anschaffung eines Rettungsautos für den Bezirk Tulln.

2 Brandeinsätze

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1928

Rettungsauto, 1928

Im Zuge eines Amtstages der Bezirkshauptmannschaft Tulln hielt der Referent für Rettungswesen des Landesverbandes vom Roten Kreuz für Wien, Niederösterreich und Burgenland, Rudolf Mitlöhner, Stockerau, einen Vortrag über den Rettungsdienst des Roten Kreuzes. Von Stadtarzt Dr. Zörnleib wurde neuerlich ein Kurs über "Erste Hilfe" abgehalten.

Am 5. August fand ein Fest anläßlich des 50jährigen Bestandes der Feuerwehr statt. Hiebei wurde auch das Bezirksrettungsauto gesegnet und so wie der Rettungswagen von den Rettungsmännern der Feuerwehr in Betrieb genommen. Das Fest hatte durch die Ungunst der Witterung sehr gelitten. Es war ein Abgang von S 533,-- zu verzeichnen.

2 Brandeinsätze

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1929

Der Kommandant der Rettungsabteilung, Stadtpolizeiinspektor Pichler berichtete, daß in der Zeit von August bis Dezember 1928 mit dem neuen Rettungsauto bereits 73 Ausfahrten durchgeführt wurden. Hiebei konnte ein Transportkostenüberschuß von S 900,-- verzeichnet werden. Die Transportgebühren betrugen: Für Mitglieder des Zweigvereines vom Roten Kreuz 50 g/km, für Krankenkassenmitglieder 80 g/km und für Nichtmitglieder S 1,--/km.

7 Brandeinsätze und eine Bereitschaft wegen Eisstoß bzw. Hochwassergefahr.

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1930

Bei den anläßlich der Generalversammlung am 15. März im Beisein von Bürgermeister Ferdinand Goldmann abehaltenen Wahlen wurde Kommandant Rudolf Hummel wiedergewählt. Johann Schmircher und Franz Schmidt wurden zu Hauptmännern gewählt. Die Wehr verfügte über 56 Ausübende und 49 Schutzleute.

Die Kameraden Josef Lendl, Johann Psuchner und Leopold Kobelbauer vollendeten ihr 50. Feuerwehrdienstjahr. Eine Überprüfung der Dampfspritze ergab ihre vollständige Einsatzbereitschaft. Aus der Verlassenschaft von Oberst Wurm erhielt die Feuerwehr S 165,--.

Im Interesse der Vereinheitlichung der Schlauchverbindungen wurden vom Landesfeuerwehrverband die Druckschlauchverschraubungen im Verhältnis 1:1 gegen Reichseinheitskupplungen (EK 52) umgetauscht. Als außerordentliche Subvention erhielt die Wehr 150 m "Hochdruckschläuche" und 10 Paar Kupplungen (EK 52). Am 24. Oktober werden die dreirädrige Karrenspritze (18. Jahrhundert) und zwei Löscheimer in das Heimatmuseum gegeben.

Für den 8. Dezember 1930 wurde vom Landesverband vom Roten Kreuz die Prüfung der Rettungsmänner des Bezirkes Tulln ausgeschrieben. Hiezu hatten sich 765 Kameraden gemeldet.

3 Brandeinsätze.

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1931

Eine neue Zugseinteilung wurde geschaffen und auch das Turnen wieder eingeführt. Eine außerordentliche Subvention in Form von 150 m Druckschläuchen und 10 Paar Kupplungen konnte im Berichtsjahr erreicht werden.

10 Brandeinsätze

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1932

Ein Personenkraftwagen wurde als Mannschaftsfahrzeug angekauft. Ein Verzeichnis der für Löschzwecke geeigneten Brunnen wurde angelegt und im Gerätehaus ersichtlich gemacht.

9 Brandeinsätze.

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1933

Ein Faschingszug brachte einen Reingewinn von S 455,-- und eine Sammlung statt einer Ballveranstaltung erbrachte S 752,--.

Kein Einsatz verzeichnet.

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1934

Es erfolgt ein Bericht über die im März erfolgte Gründung der Landesfeuerwehrschule in Wiener Neustadt und eine Werbung für den Kursbesuch an dieser Schule. Unter den Neuaufnahmen scheint auch der Stadtarzt Dr. Maximilian Philippi auf. Er war somit der zweite Feuerwehrarzt der Tullner Wehr.

3 Brandeinsätze

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1935

Zur Aufbringung der Geldmittel für die Neuanschaffung eines Rettungsautos wird mit dem Zweigverein vom Roten Kreuz in Tulln ein Ausschuß gegründet.

Für den Wasserdienst schafft man Grundleinen an. Die Motorspritzen wurden vom Landesbrandinspektor Franz Ickinger aus St. Pölten überprüft und für in Ordnung befunden. Die Überprüfung der Dampfspritze verlief ebenfalls positiv.

Am 20. September fand im Raume Korneuburg - Stockerau - Krems - Tulln und Klosterneuburg eine Luftschutzübung statt. Für das Gebiet von Tulln wurden aufgeboten: Die Freiw. Feuerwehren Tulln, Staasdorf, Nitzing, Langenrohr, Langenlebarn, Neuaigen und Wördern mit 117 Mann, 12 Fahrzeugen, 2 Rettungsautos (Tulln und Atzenbrugg), 1 Schiebeleiter und 1 Rüstwagen. Die Wehren standen unter dem Kommando des Bezirksfeuerwehrkommandanten Rudolf Hummel. Landesfeuerwehrbeirat Dir. Weber aus Atzenbrugg nahm an der Übung ebenfalls teil.

2 Brandeinsätze, eine Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall (3 Verletzte).

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1936

Die Dampfspritze mußte außer Dienst gestellt werden. In der Nacht vom 2. auf 3. Oktober fand neuerlich eine Luftschutzübung statt. Die Einsatzkräfte wurden dezentralisiert:
1. Zug: Rüstauto mit Anhänger, 11 Mann, Standort: Garage Wild;
2. Zug: Lastauto mit Tragkraftspritze, 14 Mann, Standort: Gasthof Stiegler;
3. Zug: Schiebeleiter, 6 Mann, Standort: Rathausplatz;
1. Rettungsgruppe: Rettungsauto, 3 Mann, Standort: Gasthof Kleiß
2. Rettungsgruppe: Privatauto, 3 Mann, Standort: Altersheim
3. Rettungsgruppe: Privatauto, 3 Mann, Standort: Gärtnerei Füssl;
4. Rettungsgruppe: Rettungswagen (bespannt), 3 Mann, Standort: Gasthof Gemeinwieser;
Kommandowagen: Standort: Gasthof Kleiß.
Drei Mann wurden für den Gasschutzkurs in der Landesfeuerwehrschule Wiener Neustadt angemeldet.

3 Brandeinsätze.

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1937

Rettungsauto, 1937

Um Platz für ein neues Rettungsauto zu schaffen wurde der bespannbare Mannschaftswagen an die FF Muckendorf verkauft. Die Segnung und Indienststellung des neuen Rettungsautos fand am 8. August statt.

4 Brandeinsätze

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1938

Es soll eine telephonische Verbindung zwischen Flugfeld Langenlebarn, der Tullner Stadtpolizei, dem Turmwächter und dem Feuerwehrgerätehaus hergestellt werden. Der Turmwächter muß Tag und Nacht erreichbar sein.

1 Brandeinsatz

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1939

Die Freiwilligen Feuerwehren werden eine Hilfspolizeitruppe der Gemeinden. Der Rettungsdienst der Tullner Feuerwehr mußte dem Roten Kreuz übergeben werden. Feuerwehrkommandant wird Franz Schmidt.

2 Brandeinsätze

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1940

Wehrführer wird Leopold Zuckrigl, sein Stellvertreter Wilhelm Hummel.

1 Brandeinsatz.

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1941

Keine Vormerkungen

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1942

3 Fliegeralarme, 3 Brandeinsätze, 6 Übungen

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1943

12 Brunnen wurden auf ihre Verwendung als Löschwasserentnahmestelle überprüft. Vier Feuerwehrjugendgruppen wurden aufgestellt und ein Fernsprechtrupp eingestellt. Die Feuerwehrbereitschaft 23 hatte ihren Sitz in Tulln und umfaßt die Freiw. Feuerwehren Tulln, Groß Weikersdorf, Niederrußbach, Zwentendorf, Greifenstein, St. Andrä Wördern, Zeiselmauer und Königstetten.

7 Fliegeralarme, 1 Wachdienst, 8 Brandeinsätze, 6 Übungen und Einschulungen von 26 dienstverpflichteten Feuerwehrmännern.

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1944

86 Fliegeralarme, 1 Fliegerangriff (26. Juni 1944), 5 Brandeinsätze, Splittergrabenbau für 2 Löschgruppen.

Bei einer Ausfahrt der Tullner Feuerwehr anläßlich eines Luftangriffes auf Fels am Wagram (29. Juni 1944) wurde der Feuerwehrmann Franz Teykl bei der Explosion eines Zeitzünders verletzt und mit ihm zwei Kameraden der FF Groß Weikersdorf sowie ein Kamerad der FF Niederrußbach.

Ein Großeinsatz ergab sich auch beim Zusammenstoß zweier Güterzüge nächst Groß Weikersdorf am 17. Juli. Es gerieten 28 Eisenbahnkesselwaggons mit Öl in Brand. Am Brandplatz erschien auch die Feuerschutzpolizei Wien - ihr Einsatz war aber nicht mehr nötig. Die anwesenden Freiw. Feuerwehren bewältigten den Großbrand.

Bei dem schweren Luftangriff auf Tulln am 11. Dezember war die gesamte Feuerwehr mit Rettungs- und Aufräumungsarbeiten beschäftigt.

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1945

Diverse Bereitschaften, 10 Brandsicherheitswachen, 37 Fliegeralarme, 1 Brandeinsatz.

28 Frauen wurden für den Feuerwehrdienst notdienstverpflichtet. Gruppenführerinnen waren Frieda Fuchs und Luise Langer. Vor Kriegsende verfügte die Feuerwehr über zwei Fahrzeuge und diverse Motorspritzen und Hilfsgeräte.

Nach Kriegsende fand die erste Vollversammlung der Feuerwehr am 26. Dezember statt. Von 42 eingeladenen Feuerwehrmännern waren 6 nicht erschienen. Als prov. Hauptmann scheint H. Leopold Zuckrigl auf.

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1946

Keine Vormerkungen

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1947

In der Hauptversammlung vom 19. Jänner wird der von der Bezirkshauptmannschaft Tulln im Einvernehmen mit der Stadtgemeinde bestellte prov. Hauptmann Leopold Zuckrigl einstimmig zum Hauptmann gewählt. Ebenso einstimmig werden zum 1. Hauptmannstellvertreter Stefan Valenta und zum 2. Hauptmannstellvertreter Franz Rothbauer der Älteste gewählt. Auch die anderen Dienstgrade wurden einstimmig gewählt.

Anläßlich der Vollendung seines 50. Dienstjahres wurde Kamerad Johann Lendl, Brunnenmeister, zum Ehrenhauptmann ernannt.

5 Brandeinsätze

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1948

Ein neues Rüstfahrzeug wurde eingestellt und amerikanische Uniformmäntel angekauft. Ein reger Übungsdienst wird vermerkt.

4 Brandeinsätze.

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1949

12 Kameraden meldeten sich für eine Teilnahme an einem Kraftfahrerkurs. Die Bestellung von 25 Uniformen wurde durchgeführt.

4 Brandeinsätze, 12 Übungen.

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1950

Die NÖ Landes-Feuerwehrschule wurde von Wiener Neustadt, wo sie schwersten Bombenschaden erlitt, nach Tulln verlegt. Die ersten Verhandlungen bezüglich der Schulverlegung nach Tulln führten Bürgermeister Michael Schwanzer und Gemeinderat Heinrich Stern sowie Landesfeuerwehrrat Leopold Zuckrigl als Hauptmann der Freiw. Feuerwehr Tulln.

Zum Gruppenkommandant der Jungmannschaft wurde Josef Hafenrichter bestellt.

Erstmalig nach dem 2. Weltkrieg werden in Tulln Medaillen für 25jährige und 40jährige aktive Feuerwehrdienstzeit übergeben.

12 Brandeinsätze mit 145 Mann und 3456 Arbeitsstunden, 7 sonstige Hilfeleistungen mit 46 Mann und 600 Arbeitsstunden, 8 Übungen.

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