Epoche V (2001-2010)

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2001

Anfang des Jahres wurden im Land Niederösterreich die Feuerwehrkommanden neu gewählt. Bei der Stadtfeuerwehr entschied sich die Mannschaft wieder für Kommandant Ing. Johann Schmid und als neuen Stellvertreter für Thomas Huber.

Als Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Christoph Keiblinger bestellt und in der Folge die Verwaltung mit Johannes Ofner und Christoph Biack besetzt.

Mitte des Jahres wurde das Webangebot, die Homepage der Stadtfeuerwehr, neu gestaltet und die Technik den modernen Bedürfnissen angepaßt.

Für den Wasserdienst wurde eine Material-Box (10´ Container) angeschafft.
Dieser Container ist im Yachthafen Tulln, in welchem die Liegeplätze der Feuerwehrboote sind, stationiert. Alle Wasserdienstgeräte der Stadtfeuerwehr werden in dieser Box untergebracht.

Damit wird den Einsatzkräften ein rascher Zugriff auf benötigte Geräte ermöglicht, um sich veränderten Situationen schneller anpassen zu können.

Ende 2001 hat die Stadtfeuerwehr Tulln 16 Mannschutz- und Ortungsgeräte für den Atemschutzeinsatz angekauft.

Diese Geräte wurden auf unseren Atemschutzgeräten montiert und sollen im Falle eines Unfalls im Einsatz dem Feuerwehrmann die Möglichkeit geben, Hilfe zu rufen. Ein Alarm kann manuell durch den Atemschutzgeräteträger selbst, oder durch 30 Sekunden Reglosigkeit ausgelöst werden. Mittels der lauten Akustik kann der Verunfallte durch andere Einsatzkräfte rasch gefunden und gerettet werden. Diese 16 Geräte liefern einen weiteren Beitrag für die Sicherheit unserer freiwilligen Mannschaft im Einsatz.

Im Berichtsjahr 2001 wurden von der Stadtfeuerwehr 295 Technische Einsätze, 70 Brandeinsätze und 90 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet.

Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 67 aktive Feuerwehrmitglieder, 13 Reservisten und 10 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2002

Auf Grund der rasanten technischen Entwicklung der letzten Jahre wurde seitens der NÖ Landesregierung das im Bezirk Tulln seit 1993 bestehende Warn- und Alarmsystem auf eine landesweit einheitliche EDV-Lösung der Fa. eurofunk Kappacher umgestellt. Die bezirksweise gestaffelte Installation der dafür erforderlichen Hardware erfolgte in unserer Feuerwehrzentrale im Februar. Nach Abschluss der noch ausständigen Adaptierungsarbeiten (Software-Updates etc.) soll das neue Alarmierungssystem im Sommer 2002 in Betrieb genommen werden und damit das bisherige System ablösen.

Im Zuge der Vorbereitung der rechten Pulthälfte zum Arbeitsplatz für den Disponenten wurde die Nachrichtenzentrale ausgemalt und neue Vorhänge angeschafft, um ein angenehmeres Arbeitsklima zu schaffen.

Bei einem Donauhochwasser im März wurde die Nachrichtenzentrale besetzt und übernahm neben der Funktion als Meldekopf des Bezirksführungsstabes auch Aufgaben als Bezirksalarmzentrale.

Im Juni wurden mehrere Züge der 19. Bereitschaft des Katastrophenhilfsdienstes des NÖ Landesfeuerwehrverbandes zur Ablöse der Einsatzkräfte in den Bezirk Baden entsandt. Die Alarmierung der Bereitschaft und die Koordination bis zum Abrücken in Richtung Baden wurde aus der Nachrichtenzentrale im Feuerwehrhaus Tulln durchgeführt.

In der „Winterpause“ am Tullner Messegelände wurde durch die Tullner Messe GesmbH ein langjähriges Anliegen der Stadtfeuerwehr Tulln verwirklicht.
Noch vor der ersten Messeveranstaltung der Boot 2002 im März konnte eine Neugestaltung des Dienstzimmers für den Brandsicherheitswachdienst der Feuerwehr am Messegelände umgesetzt und abgeschlossen werden.

Durch einen neuen Eingang mit großen Fenstern, neuen Bodenbelag, Wand- und Deckengestaltung sowie neuer Einrichtungsteile konnte die Funktionalität als Bereitschafts- und Einsatzraum wesentlich verbessert werden.

Die seit der Errichtung des Feuerwehrhauses bestehende KFZ-Werkstatt war schon seit längerer Zeit sanierungsbedürftig.

Der Boden wurde einer Grundreinigung unterzogen und neu versiegelt, die Wände, Decke und Montiergrube neu ausgemalt. Die Elektroinstallationen wurden verbessert und die Werkbank mit neuer Arbeitsplatzbeleuchtung ausgestattet.

Neue Werkzeug- und Materialschränke bieten ausreichend Stauraum und sorgen für geordnete Verhältnisse.

Das Holzprovisorium östlich der KFZ-Werkstatt wurde durch einen soliden Stahlbau ersetzt. Durch zwei elektrisch zu öffnende Kuppeln wird der neu geschaffene Raum mit Licht durchflutet. An der Nordseite wurde ein elektrisch angetriebenes Sektionaltor mit Gehtüre eingebaut. Der Lagerraum Nord ist daher von außen und von der Fahrzeughalle aus begeh- bzw. befahrbar.

Jahrhunderthochwasserkatastrophe in Niederösterreich
(07.08.2002-21.08.2002)

Die Stadtfeuerwehr Tulln übernahm im Rahmen des Katastrophen-Hilfsdienstes beim Hochwasser folgende Tätigkeiten:

  • Kommando- und Erkundungsfahrten für und mit dem Bezirksführungsstab
  • Versorgungs- und Transportfahrten
  • Notstromversorgung des Versorgungszuges in Grafenwörth
  • Lagerung und Ausgabe von Sandsäcken an die Feuerwehren
  • Aufbau von schweren Pumpensystemen mit dem Kranfahrzeug
  • Auspumparbeiten beim neuen Wasserwerk II und in Tulln in der Au
  • Im Stadtgebiet selbst waren durch die ergiebigen Niederschläge zahlreichen Tiefgaragen und Kellern Auspumparbeiten erforderlich
  • Rettung von zwei vom Hochwasser eingeschlossener Autofahrer nördlich des Wasserwerkes II.

Während des Hochwassereinsatzes hat der Bezirksführungsstab des Bezirkes Tulln seinen Sitz im Feuerwehrhaus. Die Nachrichtenzentrale der Feuerwehr Tulln ist für diese Zeit als Meldekopf und Bezirksalarmzentrale durchgehend besetzt.

Neben diesen Hochwassereinsätzen und –tätigkeiten musste der reguläre Einsatz- betrieb aufrechterhalten werden. Die Stadtfeuerwehr Tulln stellte ab 08.08.2002 eine Mannschafts-Bereitschaft auf, um die anfallenden Tätigkeiten und Einsätze rasch durchführen zu können. Die Mannschaft der Stadtfeuerwehr Tulln stand mit 215 Mann 1020 Stunden im Hochwassereinsatz.

Die persönliche Schutzausrüstung wurde durch die Anschaffung von Hitzeschutzhauben weiter verbessert. Diese bilden insbesondere bei der Brandbekämpfung im Innenangriff mit schwerem Atemschutz einen weiteren Beitrag zur Sicherheit der ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder.

16 Stk. Helmlampen wurden ebenfalls angekauft. Diese werden in den Feuerwehrfahrzeugen mitgeführt und bei Bedarf mit einfachen Handgriffen am Helm befestigt. Diese Lampen unterstützen die Atemschutzgeräteträger im Einsatz und vermindern die Unfallgefahr bei Einsätzen in den Abend- und Nachtstunden.

Zur Weihnachtsfeier der Stadtfeuerwehr Tulln, am 14.12.2002 wurde die neue Dienstbekleidung blau vorgestellt und eingeführt. Sie ersetzt die bisherige Dienstbekleidung grün bei Brandsicherheitswachen, Sicherungsdiensten, Dienstbesprechungen, Lehrgängen u.v.m.

Sie ist die neue Standardbekleidung des Feuerwehrmannes „im Dienst“.

Die neuen marineblauen Bekleidungsstücke sind: eine Hose, eine Strickweste und ein Poloshirt.
Die bisherige Dienstbekleidung grün wird als Arbeitsbekleidung ausgetragen. 

Im Berichtsjahr 2002 wurden von der Stadtfeuerwehr 367 Technische Einsätze, 62 Brandeinsätze und 86 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet.

Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 62 aktive Feuerwehrmitglieder, 14 Reservisten und 14 Mitglieder der Feuerwehrjugend. 

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Bürgermeister KR Willi Stift, Feuerwehrkurat Pfr. Anton Schwinner und Mitglieder der Stadtfeuerwehr Tulln

2003

Anlässlich des 125-jährigen Bestandsjubiläums der Freiw. Feuerwehr Tulln-Stadt fand am 16.05.2003 im Tullner Stadtsaal der Bezirksfeuerwehrtag statt. Der Bezirksfeuerwehrkommandant, Oberbrandrat Josef Thallauer, konnte neben zahlreichen Abordnungen der Feuerwehren des Bezirkes Tulln auch viele Ehrengäste begrüßen.

Die Struktur im Feuerwehrhaus Tulln für die Informations-Technologie (IT) wurde den Anforderungen einer modernen Feuerwehr angepasst. In Teilen des Kommandogebäudes, vorwiegend in den Büroräumlichkeiten, wurden Datenleitungen im CAT 7 Standard verlegt.
Das Herzstück der Anlage bildet der Netzwerkschrank in der Nachrichtenzentrale. Darin sind die Telefonanlage, ein Patchfeld der strukturierten Verkabelung, ein EDV-Server und Aktivkomponenten des EDV-Netzwerkes untergebracht.

Es steht nun jeweils ein EDV-Arbeitsplatz in der Nachrichtendienstwerkstatt, im Chargenbüro/Besprechungszimmer sowie in der Verwaltung zur Verfügung. Ein Netzwerkfähiges Notebook wurde angeschafft und eingerichtet. Das Betriebssystem wurde auf Windows XP umgestellt.

Im Berichtsjahr 2003 wurden von der Stadtfeuerwehr 363 Technische Einsätze, 75 Brandeinsätze und 85 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 65 aktive Feuerwehrmitglieder, 17 Reservisten und 16 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2004

Feuerwehrkommandant Hauptbrandinspektor Ing. Johann Schmid musste aufgrund gesetzlicher Bestimmungen mit seinem 65. Geburtstag die Funktion des Feuerwehrkommandanten zurücklegen.
Horst Turban, Lehrgruppenleiter der NÖ Landes-Feuerwehrschule und Mitglied der Freiw. Feuerwehr Tulln-Stadt seit 1980, wurde am 16. Jänner im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung zum neuen Kommandanten gewählt. Das restliche Kommando verblieb unverändert.

Der Feuerwehrkommandant hat im Frühjahr 2004 eine Projektgruppe bestehend aus dem Feuerwehrkommando, dem Fahrmeister und den Atemschutzwarten konstituiert. Von dieser Gruppe wurde im Sommer 2004 dem Herrn Bürgermeister ein Führparkkonzept für die Stadtfeuerwehr Tulln übergeben. Die Grundlagen für das Konzept bildeten die Erfahrungen, technischen Entwicklungen, Einsatzerfordernisse und –taktiken der Stadtfeuerwehr Tulln unter Berücksichtigung der vom Land Niederösterreich verordneten Mindestausrüstung für die Gemeinde Tulln a.d. Donau. Das ausgearbeitete Konzept stellt die erforderlichen Großinvestitionen im Bereich des Fuhrparkes der Stadtfeuerwehr Tulln bis 2007 dar.

Vom Tullner Gemeinderat wurde in der Budgetsitzung im Dezember 2004 das vorgestellte Konzept für gut befunden und im Voranschlag des außerordentlichen Haushaltes für 2005 die Budgetmittel für die Umsetzung der ersten Projektstufe beschlossen.

Im Zuge der Gebäudeerhaltung wurden der Aufenthaltsraum und das Besprechungszimmer im Erdgeschoss ausgemalt, mit neuen Vorhängen und zum Teil mit einem neuen Bodenbelag ausgestattet. Im Besprechungszimmer wurde durch die Erweiterung der Einrichtung mit diversen Kästen, einem Schreibtisch und einem EDV-Arbeitsplatz die Nutzungsmöglichkeit als Chargenbüro erweitert. Auch das Büro des Kommandanten wurde mit neuen Büromöbeln ausgestattet. Im Aufenthaltsraum wurde, auf vielfachem Wunsch eine gratis Internetstation für alle Feuerwehrmitglieder eingerichtet, welche seit dem sehr stark frequentiert und sehr gut angenommen wurde.

Die Unfallstatistik der AUVA weist die Füße als besonders verletzungsgefährdet aus. Daher wurde die persönliche Schutzausrüstung durch die Anschaffung von 25 paar neuen Feuerwehreinsatzstiefeln, welche den aktuellen Europäischen Normen und Vorschriften entsprechen, weiter verbessert.
Die Stiefel mit einer Sympatex Klimamembrane, sind wasserdicht und atmungsaktiv. Die Schnürsenkelfixierung aus Polyamid für optimale Paßform Schnell-Ein- und Ausstieg mit vorne fixiertem Kunststoff-Reißverschluß und der komfortabel zweifach flexible Ristschnürung mit Nomex-Senkeln bieten hervorragende Trageeigenschaften, optimale Paßform und guten Einschlupf. Die Stahlkappe und die Gummilaufsohle mit eingearbeiteter Stahleinlage, besonders wärme- und kälteisolierend, antistatisch, rutsch- und verschleißfest, öl- und benzinfest schützen bei Unfällen.

Aufgrund der Umstrukturierung des Alarmierungssystems beim Niederösterreichischen Roten Kreuzes wurde ein Stromerzeuger in der Bezirksstelle Tulln nicht mehr benötigt. Kurz vor dem Jahresende konnte dieser Stromerzeuger von der Feuerwehr Tulln zu günstigen Konditionen angekauft werden. Der mit Diesel betriebene Stromerzeuger liefert eine Nennleistung von 15 kVA und ist für den Dauerbetrieb geeignet. Mit nur einer Tankfüllung kann das Gerät ca. 16 Stunden betrieben werden und ist durch die Schallisolierung besonders lärmarm. Daher eignet es sich besonders für längere Einsätze, wo es z.B. kleinere Stromerzeuger ersetzten kann.

Gegen Jahresende wurde das Feuerwehrhaus an das örtliche Fernwärmenetz der EVN in Tulln angebunden. Dadurch konnten die Erdgasbetriebenen Heizkessel im Keller demontiert werden. Heizung und Warmwasser nun umweltfreundlich durch einen Wärmetauscher mit Wärme aus dem Fernwärmenetz versorgt.

Im Berichtsjahr 2004 wurden von der Stadtfeuerwehr 298 Technische Einsätze, 113 Brandeinsätze und 74 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 64 aktive Feuerwehrmitglieder, 18 Reservisten und 10 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2005

Nach 20-jähriger Pause nahm wieder eine Gruppe der Stadtfeuerwehr Tulln am Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber in Traisen teil.

Mangels Aufsichtsperson wurde der Stadtfeuerwehr Tulln per Jahresende die Berechtigung als Einsatzstelle für Zivildienstleistende entzogen.

Im Berichtsjahr 2005 wurden von der Stadtfeuerwehr 225 Technische Einsätze, 113 Brandeinsätze und 73 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 71 aktive Feuerwehrmitglieder, 18 Reservisten und 11 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2006

Anfang des Jahres wurde bei der turnusmäßigen Neuwahl im Land Niederösterreich die Feuerwehrkommanden gewählt. Bei der Stadtfeuerwehr wurde Hauptbrandinspektor Horst Turban wieder durch die Mitgliederversammlung am 27. Jänner 2006 als Kommandant bestätigt. Zum neuen Feuerwehrkommandant.-Stv. wurde Manfred Gogl gewählt. Der Verwaltungsdienst wurde wieder mit Christoph Keiblinger als Leiter und mit Johannes Ofner als dessen Stellvertreter besetzt.

Am Freitag, 28.04.2006, wurden im Feuerwehrhaus Tulln das neue Wechselladefahrzeug (Scania R 420) und die Wechselladeaufbauten Atemschutz, Versorgung und Wasserdienst präsentiert und offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Der erste Teil des neuen Fahrzeugkonzeptes wurde somit umgesetzt und abgeschlossen. Der Verkauf des alten Atemluftfahrzeuges, VW LT 35, Bj. 1983 und des zweiachsigen Abschleppanhängers mit Seilwinde erfolgte im Zuge einer Versteigerung im Dorotheum.

Vom 5. bis 6. Mai 2006 fand in der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln der 49. Bewerb um das NÖ Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold statt. In diesem Jahr nahmen nach langjähriger Pause vier Mitglieder der Stadtfeuerwehr Tulln erfolgreich am Bewerb teil.
 
Im Berichtsjahr 2006 wurden von der Stadtfeuerwehr 231 Technische Einsätze, 128 Brandeinsätze und 63 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 71 aktive Feuerwehrmitglieder, 18 Reservisten und 11 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2007

Da der Silo des ehemaligen Raiffeisen Lagerhauses Tulln abgerissen oder einer neuen Nutzung zugeführt werden soll wurden allen Mobilfunkbetreibern und der Stadtfeuerwehr Tulln die Standortverträge gekündigt. Von den Mobilfunkbetreibern wurde daher als Ersatzstandort in der Brückenstraße ein neuer Mobilfunkmast errichtet. Die Stadtfeuerwehr hat sich das Recht verhandelt die Spitze des Mastes in 42 bis 45 Meter Höhe für das Warn- und Alarmsystem sowie die Fernmeldeeinrichtungen der Feuerwehr zu nutzen. Durch die Funkwerkstätte des
NÖ Landesfeuerwehrverbandes wurden die Anlagen übersiedelt und installiert.

Für den Einsatzbereich auf der Hochleistungsbahnstrecke Wien – St. Pölten - im Besonderen für den Wienerwaltunnel - wurden elf Stück Pressluftatmer (PA300) mit jeweils zwei Stück Kunststoffverbundflaschen und 22 Stück Ersatzflaschen in Transportbehältern von den Österr. Bundesbahnen übergeben und bei der Stadtfeuerwehr Tulln stationiert. Diese werden bei Bedarf mit einem Logistikfahrzeug zur jeweiligen Einsatzstelle gebracht.

Nachdem die NÖ Landes-Feuerwehrschule bereits 2006 aus dem Altbau in der Nussallee ausgezogen ist, konnten aus der ehemaligen Landeswarnzentrale eine abgehängte Decke mit hochwertigen Einbaurasterleuchten sowie eine Arbeitsplatzbeleuchtung übernommen werden. Diese wurden in Eigenleistung in der Bezirksalarmzentrale im Feuerwehrhaus Tulln wieder eingebaut.

Der ehem. Arztraum und spätere Nachrichtenwartraum im ersten Obergeschoß des Feuerwehrhauses wurde ebenfalls in Eigenleistung mit einem Doppelboden versehen. Durch die Neustrukturierung des Raumes wurde nun neben einem Arbeitsplatz für den Nachrichtendienstwart die IT-Technik der Stadtfeuerwehr und der Bezirksalarmzentrale in zwei 19“-Schränken untergebracht.

Um die Zuverlässigkeit des Betriebes der installierten elektronischen Anlagen des Warn- und Alarmsystems und der Kommunikationstechnik der Feuerwehr zu gewährleisten wurden die Alarmzentrale und der Technikraum mit je einer Klimaanlage ausgestattet.

Die Stiefelwaschanlage im Erdgeschoß des Feuerwehrhauses wurde in den Sommermonaten in Eigenleistung umgebaut. Die neu gestaltete Stiefelwaschanlage bietet nun die Möglichkeit verunreinigtes Schuhwerk – ohne dieses ausziehen zu müssen – vor dem Betreten der Garderobe von Schmutz zu befreien.

Aufgrund der Übersiedlung der gesamten Verwaltung der Stadtgemeinde Tulln in das ehemalige Tullner Minoritenkloster konnte die nicht mehr benötigte Klimaanlage aus den Räumlichkeiten der Direktion im alten Amtshaus in der Nussallee abgebaut werden.
Diese wurde mit sehr viel Eigenleistung der Feuerwehrmitglieder und Unterstützung einer Klimatechnikfirma im Feuerwehrhaus installiert und sorgt nun im Aufenthaltsraum im Erdgeschoß und in den Büros im ersten Obergeschoss auch an heißen Sommertagen für angenehme Raumtemperaturen.

Vom 14. bis 16. September veranstaltet die Stadtfeuerwehr Tulln nach einjähriger Unterbrechung wieder das Tullner Oktoberfest im Feuerwehrhaus.

Per 20.12.2007 nahm die aus Maria Gugging übersiedelte Betriebsfeuerwehr offiziell ihren Einsatzdienst im Landesklinikum Donauregion Tulln auf und bekam in Folge vom Gemeinderat das Krankenhausareal einschließlich der Krankenpflegeschule als Einsatzgebiet zugeteilt.

Im Berichtsjahr 2007 wurden von der Stadtfeuerwehr 239 Technische Einsätze, 91 Brandeinsätze und 69 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 80 aktive Feuerwehrmitglieder, 17 Reservisten und 8 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2008

Nachdem Feuerwehrtechniker Ing. Christoph Keiblinger nach siebenjähriger Tätigkeit seine Funktion als Leiter der Verwaltung im Zuge der Mitgliederversammlung zur Verfügung gestellt hatte wurde OV Norbert Aubrunner am 28.01.2008 zum Nachfolger bestellt.

Jürgen Sauter konnte seinen Dienst als hauptberuflicher Mitarbeiter am 16.06.2008 im Feuerwehrhaus Tulln antreten nachdem die Finanzierung durch eine Fördervereinbarung mit der Stadtgemeinde Tulln fixiert wurde und der Dienstvertrag mit der Feuerwehr und die dafür erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen abgeklärt waren.

Bürgerinfo - Ing. Christoph Keiblinger, Werner Rosenstingl und Gerhard Müller bei einer der Redaktionssitzungen

Ende Juni erschien die erste Ausgabe der “Bürgerinformation der Stadtfeuerwehr Tulln“. Diese vom Team Öffentlichkeitsarbeit erstellte Informationsbroschüre wurde als periodisches Druckwerk vierteljährlich im Stadtgebiet verschickt. Die Feuerwehr Tulln setzte damit neben dem seit 1999 bestehenden Internetauftritt auf ein zweites Medium, um die Bevölkerung über die laufenden Tätigkeiten ihrer Feuerwehr zu informieren.

Im Berichtsjahr beging die Freiwillige Feuerwehr Tulln ihr 130-jähriges Bestandsjubiläum.

OV Hans Payer übernahm die Leitung des Verwaltungsdienstes per 01.09.2008.

Im Berichtsjahr 2008 wurden von der Stadtfeuerwehr 293 Technische Einsätze, 130 Brandeinsätze und 105 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 79 aktive Feuerwehrmitglieder, 19 Reservisten und 6 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

 

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2009

Feuerwehrkommandant Hauptbrandinspektor Horst Turban stellte aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion als Feuerwehrkommandanten zur Verfügung.
Ernst Ambrozy, Offizier bei der Berufsfeuerwehr Wien und seit 1991 Mitglied der Freiw. Feuerwehr Tulln-Stadt, wurde am 16. Jänner im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung zum neuen Kommandanten gewählt. Die weiteren Mitglieder des Feuerwehrkommandos blieben unverändert.

Nachdem das bisherige Kommandantenfahrzeug, welches nach zwölf Jahren im Feuerwehrdienst, aufgrund technischer Mängel ausgeschieden werden musste wurde zum Jahreswechsel ein gebrauchter Suzuki Grand Vitara als Ersatz angeschafft.
Anläßlich der Florianimesse am 3. Mai wurde das Einsatzfahrzeug durch Feuerwehrkuraten Pfarrer Anton Schwinner gesegnet.

Ernst Ambrozy, Stadtrat Harald Schinnerl mit Gerhard Müller und Hans Payer

Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Oberbrandinspektor Manfred Gogl musste aufgrund privater und beruflicher Veränderungen seine Funktionsperiode vorzeitig beenden. In der am 5. Juni abgehaltenen Mitgliederversammlung wurde der 42-jährige Gerhard Müller mit 90% der gültig abgegebenen Stimmen zum neuen Kommandantstellvertreter der Stadtfeuerwehr Tulln gewählt.

Gemeinsamer Spatenstich für die neue Lagerhalle
Logo zur Bausteinaktion

Die Unwetter, Hochwasser und Stürme des Sommers 2009 haben wieder auf dramatische Weise vor Augen geführt, wie sich die Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren verändert und erweitert haben. Anlassbezogen wurde der Ausrüstungsstand der Stadtfeuerwehr Tulln in den letzten Jahren sukzessiv mit Tauch- und Schmutzwasserpumpen, Notstromaggregaten, Sandsäcken, usw. erweitert.
Um im Einsatzfall rasch, effektiv und umfassend helfen zu können, erfolgte ab Herbst 2009 die bereits seit längerem erforderliche Errichtung einer Lagerhalle am Feuerwehrareal wodurch die Verbesserung des Lager- und Logistiksystems umgesetzt werden konnte.

Am 18. September wurde im Zuge des Feuerwehrfestes von Stadtamtsdirektor Ing. Franz Lasser, Stadtrat Manfred Schneider, Gemeinderat Mag. Leopold König, Stadtrat Harald Schinnerl, Gemeinderätin Susanne Stöhr-Eissert, Stadtrat Ing. Norbert Pay, Vizebürgermeister Mag. Peter Eisenschenk, Feuerwehrkommandant Ernst Ambrozy, Nationalrat Johann Höfinger, Landesfeuerwehrrat Josef Thallauer, Feuerwehrkommandant-Stv. Gerhard Müller, Bezirkshauptmann Mag. Andreas Riemer, Polizeipostenkommandant-Stv. KI Thomas Bauer der symbolische Spatenstich zur Errichtung einer Lagerhalle durchgeführt.

Die Bevölkerung konnte die Errichtung durch die Teilnahme an einer Bausteinaktion (Stückpreis € 5,--) unterstützen.

Die Baufertigstellung der am nördlichen Feuerwehrareal zu errichtenden Lagerhalle wurde für Frühjahr 2010 geplant.

Im Berichtsjahr 2009 wurden von der Stadtfeuerwehr 316 Technische Einsätze, 105 Brandeinsätze und 83 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 82 aktive Feuerwehrmitglieder, 20 Reservisten und 11 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

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2010

Mit Anfang März 2010 ging die mittlerweile dritte Generation der Webauftrittes der Stadtfeuerwehr Tulln online.

Es ist kein Pixel auf dem anderen geblieben: Die Internetseite präsentiert sich völlig neu, die Startseite wurde aufgeräumt und bringt zahlreiche aktuelle Meldungen. Die gesamte Website wurde übersichtlicher, klarer und umfassender. Die Homepagetechnik wurde komplett neu aufgestellt und der Einsatz eines Content-Management-Systems erlaubt es den Autoren alle Inhalte dynamisch zu gestalten und aktuell zu halten.

Zur Verbesserung des Lager- und Logistiksystems wurde die seit Herbst 2009 im Bau befindliche Lagerhalle im Bereich der ehemaligen Gartenanlage im nördlichen Teil des Feuerwehrareals am 2. Mai 2010 - 25 Jahre nach dem Bezug des Feuerwehrhauses - im Rahmen der jährlichen Florianifeierlichkeiten offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Pfarrer Anton Schwinner vollzog in seiner Funtkion als Feuerwehrkurat die Segnung der neuen Lagerhalle.

Am Sonntag, 19. September 2010, fand im Rahmen des Tullner Oktoberfestes am Feuerwehrareal in der Brückenstraße ein Festakt anl. der Segnung des zweiten Wechselladefahrzeuges durch Feuerwehrkurat Pfarrer Anton Schwinner statt.

Das neue Einsatzfahrzeug übernimmt großteils die Aufgaben des schweren Rüstfahrzeuges welches nach 23 Jahren im Feuerwehrdienst ausgeschieden wurde.

 

 

Im Berichtsjahr 2010 wurden von der Stadtfeuerwehr 301 Technische Einsätze, 117 Brandeinsätze und 81 Sicherungsdienste und Brandsicherheitswachen geleistet. Der Mannschaftsstand betrug zu Jahresende 71 aktive Feuerwehrmitglieder, 20 Reservisten und 17 Mitglieder der Feuerwehrjugend.

 

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