Einsatzbereich der Stadtfeuerwehr Tulln

Die mehr als 1200 Jahre alte Stadt Tulln an der Donau (unter den Römern als Comagena benannt) bildet den Einsatzbereich für unsere Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr Tulln-Stadt hat sie seit dem Jahr 1887 bei ihrer Entwicklung begleitet und wird es auch weiterhin tun – für die Sicherheit unserer Stadt.
 

Die Stadtgemeinde

Die Stadtgemeinde Tulln mit einer Einwohnerzahl von 17.491 (Stand 08.10.2011), 4.861 Gebäude und einer Größe von 72,23 km² besteht in der heutigen Form seit dem Abschluss der Gemeindezusammenlegung im Jahre 1972. Sie gliedert sich in die Katastralgemeinden Tulln, Langenlebarn-Oberaigen und Langenlebarn-Unteraigen, welche zusammen den Ort Langenlebarn bilden, sowie Frauenhofen, Nitzing, Staasdorf, Mollersdorf, Neuaigen und Trübensee.

Der Feuerwehr-Unterabschnitt Tulln wird aus den Freiwilligen Feuerwehren Langenlebarn, Neuaigen, Nitzing, Staasdorf und Tulln-Stadt gebildet. Dazu kommen drei Betriebsfeuerwehren: die BTF der Agrana Zuckerfabrik Tulln, die BTF Universitätsklinikum Tulln und die BTF NÖ Landes-Feuerwehrschule Tulln. 

Die Feuerwehren in der Stadtgemeinde Tulln

a) die fünf Freiwilligen Feuerwehren

  Langenlebarn Neuaigen Nitzing Staasdorf Tulln-Stadt
Gündungsjahr 1886 1884 1910 1883 1878
Kommandant HBI Ing. Schneider M. OBI Braith W. OBI Geiger J. OBI Dipl.-Ing. Mohnl Th.  
Kommandant-Stv. BI Weeber Manuel BI Berthold F. BI Klingenbrunner G. BI Edthofer R. OBI Dr. Eisler A.
Leiter d. Verwaltung V Karas J. V Pichler K. V Heidegger H. V Altmann J. OV Payer H.
Feuerwehrhaus          
Adresse Am Florahof 2 Sportplatzstr. 1 Am Anger 3 Rosenfeldstr. 1 Brückenstr. 11
Telefon 02272/64785 02272/63980 02272/61646   02272/62222
Telefax - 38 Dw.       - 8 Dw.
e-mail fflangenlebarn@inode.at ff-neuaigen@aon.at nitzing@feuerwehr.gv.at ffstaasdorf@gmx.at feuerwehr@tulln.at
Internet www.ff-langenlebarn.at        

b) die drei Betriebsfeuerwehren

  Agrana Tulln NÖ Landes-Feuerwehrschule Universitätsklinikum Tulln
Gründungsjahr 1938 1974 1890
Kommandant OBI Christoph Niedl BR Ing. Franz Schuster OBI Bertram Gastinger
Kommandant-Stv. BI Bernhard Posch BR Markus Bauer BI Herbert Scharl
Leiter d. Verwaltung V Christian Buder   V Johann Seidl
Feuerwehrhaus      
Adresse J.-Reither Str. 21-23 Langenlebarner Str. 106 Alter Ziegelweg 10
Telefon 02272/602-1265 02272/9005-17377 Dw. 02272/9004-0
Telefax -1225 Dw. -17181 Dw.  
e-mail tulln.feuerwehr@agrana.com post.lfws@noel.gv.at universitaetsklinikum-tulln@feuerwehr.gv.at
Internet   www.feuerwehrschule.at  

Die Katastralgemeinde Tulln

Die Katastralgemeinde Tulln ist mit 28,46 km² der flächengrößte und mit 12.987 Einwohnern der bevölkerungsreichste Ortsteil des Gemeindegebietes, das sich zu beiden Seiten der Donau ausbreitet. Der bebaute Teil der Stadt, mit einer Seehöhe von 179,73 m, ist hauptsächlich südlich der Donau.

Der Verkehrsknotenpunkt Tulln

Tulln ist Knotenpunkt mehrerer Schnell- und Bundesstraßen (S5, LB14, LB19, LB19a und LB213) und verfügt über zwei Straßenbrücken sowie eine Eisenbahnbrücke über die Donau. Neben "normalen" Verkehrsunfällen auf den öffentlichen Straßen zählen auch Einsätze im Gleisbereich der ÖBB oder auf der Donau als Schifffahrtsstraße.

Durch die Franz-Josefs-Bahn, die Regionalbahn Tulln-St. Pölten, den Anschluss zur Werksbahn der Agrana und die Westschleife zur Anbindung an die Hochleistungsbahn sowie mit den beiden Bahnhöfen im Stadtgebiet und einem dichten Autobusliniennetz bildet Tulln einen Eisenbahn- und Busknotenpunkt. Zwei innerstädtische Bus-Rundverkehrslinien verbinden sich mit dem Straßen- und Bahnverkehr im Park & Ride Zentrum beim Tullner Hauptbahnhof.

Außerdem verfügt die Donaustadt über zwei Schiffsanlegestellen und neben dem Gästehafen in Zentrumsnähe über einen der größten Yachthäfen Österreichs. Der Militärflughafen "Brumowski" befindet sich in der in der Katastralgemeinde Langenlebarn.

Die Bevölkerungsentwicklung

Die letzte Volkszählung vom 15. Mai 2001 weist für die Stadtgemeinde Tulln eine Einwohnerzahl von 13.591 aus. 30 Jahre zuvor, wurden 10.325 Menschen gezählt, was ein Wachstum von 31,6 % bedeutet, ein absoluter Spitzenwert in ganz Österreich.

Eine Studie der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) aus 2010 weist für den Bezirk Tulln ein weiteres Ansteigen der Wohnbevölkerung aus, woraus sich für die Stadtgemeinde Tulln hochgerechnet in den nächsten 15 Jahren (bis 2025), eine Einwohnerzahl von rund 20.000 Menschen prognostizieren lässt.

Der Wirtschafts- und Forschungsstandort Tulln

Große Industriebetriebe setzen auch im vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz besondere Anforderungen. Beispiele hierfür sind der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana mit der Zuckerfabrik am Standort Tulln, der angegliederten Agrana Research & Innovation Center GmbH und Rübensamenzucht sowie mehreren Zuckersilos wovon der 70.000 Tonnen fassende Kristallzucker-Silo den zweitgrößten seiner Art in Europa darstellt, die Fa. Saria-Bio-Industries, die Fa. Riviera mit der international bekannten Marke "Holzhacker Franzbranntwein" u.v.m.

Weiters liegt am westlichen Stadtrand Tullns das Messegelände welches gerade zu Messezeiten mit seinen über 85.000 m² Ausstellungsfläche – davon 30.000 m² in neun multifunktionalen Hallen – und jährlich rund 350.000 Besuchern ein Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte bildet. Im März 2015 wurde Niederösterreichs größte Messehalle mit insgesamt 6.500 m² und einem Gastronomie-Bereich mit über 500 Sitzplätzen sowie einem multifunktionalen Tagungszentrum seiner Bestimmung übergeben und so der Messestandort für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht.

Die Erholungsgebiete, die Aulandschaft, das Gelände der Landesgartenschau mit einem Ausmaß von rund 45 ha und das Ackerland im Umkreis von Tulln bilden ebenfalls Anlass für zahlreiche Einsätze.

 
In medizinischen Belangen ist in Tulln nicht nur das Universitätsklinikum Tulln mit seinen 850 Bediensteten angesiedelt sondern auch das NÖ Landespflegeheim "Rosenheim" mit angeschlossenem psychosozialen Betreuungszentrum und insgesamt 270 Betten. An der Peripherie der Stadt befinden sich am Campus Tulln Forschungseinrichtungen wie das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie, die Fachhochschule für biotechnische Verfahren sowie das Technologie- & Forschungszentrum mit Labors mehrerer Betriebe. Weiters wird am UFT-Komplex – dem Universitäts- & Forschungszentrum Tulln – eine der größten Photovoltaikanlagen Österreichs betrieben. Mit 955 m² Fläche und einer Leistung von 130 kWpeak erbringt sie einen Jahresbeitrag zur Stromversorgung des Zentrums in der Höhe von 104 MWh.

Zukunft

Für die Zukunft steht der Katastralgemeinde ein Ausbau bis zur Südumfahrung (LB14) an. Besonders Industrie- und Forschungseinrichtungen werden in der Zukunft forciert werden. Damit können wir nur hoffen, dass uns nie die Mittel fehlen werden, um für diese Zukunft unserer Stadt gewappnet zu sein.