Einsatzdienst

Nach dem Einlagen eines Notrufes wird die zuständige Feuerwehr von der Feuerwehr-Alarmzentrale zu dem jeweiligen Einsatz alarmiert. Die Alarmierung erfolgt für die Stadtfeuerwehr Tulln in der Regel über digital und analoge Personenrufempfänger ("Stille Alarmierung") mit denen großteils alle aktiven Feuerwehrmitglieder ausgestattet sind. Zusätzlich werden rund 40 Mitglieder zusätzlich mittels SMS über die erfolgte Alarmierung informiert.

Da die Stadtfeuerwehr Tulln eine Freiwillige Feuerwehr darstellt und die ehrenamtlichen Mitglieder von zu Hause oder der Arbeitsstätte zum Feuerwehrhaus fahren müssen können bis zur Ausfahrt des ersten Einsatzfahrzeuges bis zu maximal acht Minuten vom Zeitpunkt der Alarmierung vergehen. Für die Anfahrt des Einsatzortes im Stadtgebiet werden dann aufgrund der guten innerstädtischen Lage des Feuerwehrhauses oft nur wenige Minuten benötigt. 

Die Einsatztätigkeit der Stadtfeuerwehr gliedert sich in Brandeinsätze, Technische Einsätze, Schadstoffeinsätze und Sicherungsdienste.

Brandeinsätze machen heute nur weniger als 25 Prozent der Einsatzleistung aus. Dennoch gehören sie nach wie vor zu den Hauptaufgaben der Feuerwehr. Zu den Brandeinsätzen zählen auch Fehl- bzw. Täuschungsalarme von automatischen Brandmeldeanlagen. Durch entsprechende Ausbildung in der Ersten und erweiterten Löschhilfe, Maßnahmen im Vorbeugenden Brandschutz und die Installation von automatischen Meldeanlagen, können Brände heutzutage oftmals bereits in frühen Stadien erkannt und rasch bekämpft werden. Dennoch kann es zu Großbränden kommen, wie im Jahre 2004 beim Autohaus Brandtner und der Bezirkshauptmannschaft Tulln. Hier führte die Kombination von modernem Einsatzgerät und einer großen Zahl an Freiwilligen Feuerwehrmitgliedern zum Erfolg.

Feuerwehren werden heute vor allem mit "technischen Einsätzen" konfrontiert. Zweidrittel der Einsätze pro Jahr erfordern technische Hilfeleistung. Zu technischen Einsätzen gehören: Rettung von Menschen und Tieren sowie Bergung lebensnotwendiger Güter, Hilfeleistung nach Unfällen, sonstigen Notlagen und im Katastrophenfall, Hilfeleistung bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen.

Den Rest bilden Sicherungsdienste. Diese Einsätze sind technische Sicherungsdienste z.B. bei Arbeiten auf der Donau und Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen wie z.B. Messen, Bälle, Clubbings und viele andere...