Nachrichtenzentrale / Bezirksalarmzentrale

Unsere Nachrichtenzentrale wird im Einsatz- bzw. Katastrophenfall als Bezirksalarmzentrale Tulln besetzt.

Die Nachrichtenzentrale – früher auch Dienstzimmer genannt – ist im ersten Obergeschoss des Feuerwehrhauses mit Blick auf die Brückenstraße sowie in die Fahrzeughalle gelegen. Der ca. 33 m2 große Raum verfügt über eine Klimaanlage und ist hinsichtlich des Geräuschklimas (Schall, Hall etc.) mit einer abgehängten Decke ausgestattet. Um ein ermüdungsfreies Arbeiten zu gewährleisten wurde zusätzlich zu den Deckenrasterleuchten über dem Einsatzleittisch eine abgehängte Arbeitsplatzbeleuchtung für dimmbare direkte und indirekte Ausleuchtung montiert. Den Disponenten stehen vier ergonomische Drehstühle mit automatischer Neigungswinkeleinstellung etc. zur Verfügung.

Der an die Zentrale angeschlossen 7 m2 große Technik- und Serverraum dient einerseits dem Nachrichtendienst und andererseits werden darin die beiden für einen reibungslosen EDV-Betrieb erforderlichen Serverschränke in klimatisierter Umgebung betrieben.

Ein Teil der funk- und alarmierungstechnischen Geräte befindet sich ausgelagert in einem Container unter einem nahe gelegenen 45 Meter hohen Handymasten. Die restlichen Antennen und Geräte befinden sich – großteils als Rückfallsebene – am Schlauch- und Übungsturm.

Der von der Fa. Ascom in Zusammenarbeit mit unserem Nachrichtenteam errichtete L-förmige Einsatzleittisch ermöglicht aufgrund der Modulbauweise seiner Rahmenkonstruktion eine übersichtliche Anordnung der eloxierten Aluminiumplatten und u.a. auch einen nachträglichen Einbau von Geräten ohne das ansprechende Design zu zerstören. Die Arbeitsplatte ist in blendfreiem Glas ausgeführt um darunter wichtige Unterlagen wie z.B. Alarmierungsverzeichnisse, Autobahnalarmpläne, Donaueinsatzbereichskarten usw. für evtl. telefonische Auskünfte oder Alarmierungen stets bereit zu halten.

Nach oben

Please enable Javascript!

Beschreibung der linken Pulthälfte (Langform):

Pultbeschreibung (Kurzform v.l.n.r.): Heizungssteuerung – Steuerung der Haus-Notstromanlage (45kVA) inkl. Netzüberwachungen für Haus und externen Funkcontainer – Türsprechanlage – FW-Sprechfunk auf Landesebene (Kanal 2) – Digitalfunkgerät BOS Austria – FW-Funkgerät (Reserve)  – Steuerung der Hausbeleuchtung – Feuerwehrnotruf 122 (Apparat 1) – Telefon-Nebenstelle (Klappe 15) – FW-Sprechfunk auf Bezirksebene (Kanal 5) – Lautsprecher –Digitalfunkgerät BOS Austria – Torsteuerung – Radio- und Lautsprecheranlage – FW-Sprechfunk auf Bezirksebene (Kanal 5) – Telefon-Vermittlung (Klappe 10)– Feuerwehrnotruf 122 (Apparat 2)

Heizungssteuerung: Von hier aus erfolgt die Steuerung der einzelnen Heizkreise des mit Fernwärme versorgten Feuerwehrhauses.

Haus-Notstromanlage: Um die Sicherheit der Stromversorgung auch im Falle eines Netzausfalles zu gewährleisten ist das Feuerwehrhaus neben den üblichen netzunabhängigen Not- und Panikleuchten auch mit einer 25 kVA Notstromanlage ausgestattet. Der im Keller untergebrachte dieselbetriebene Generator kann im Bedarfsfall von der Zentrale aus gestartet werden und versorgt das gesamte Feuerwehrareal. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für das gesamte Objekt ist zur Zeit leider nicht möglich – lediglich für die Telefonanlage und die EDV-Anlagen.

Netzüberwachung: Neben der hausinternen Netzüberwachung erfolgt darunter auch eine Überwachung der funk- und alarmierungstechnischen Geräte welche sich in einem externen Container befinden.

Türsprechanlage: Gegensprechanlage zum Haupteingang des Feuerwehrhauses.

FW-Sprechfunk auf Landesebene (Kanal 2): Dieser Einbauapparat ist als "abgesetzte Einheit" des im Schlauchturm installierten Funkgerätes (4m Band) ausgeführt. Gerufen werden kann dieses Funkgerät nur mittels Selektivwahl (Tonwahl).

Wetterstation: Im Normalfall finden die über Internet abrufbaren Wetterdaten von geeichten Messstellen des NÖ Umwelt-, Beobachtungs- und Informationssystems Anwendung. Für evtl. Internetausfälle informiert eine Wetterstation mit den am Antennenmasten montierten Außensensoren für Temperatur, Feuchte, Windrichtung/-stärke und Regen über lokale Wetterdetails. Die Übertragung der gewonnenen Wetterdaten erfolgt über eine Funkverbindung. Die Windows® kompatible Software ermöglicht, die gewonnenen Wetterdaten auszulesen und am PC zu bearbeiten.

Digitalfunkgerät BOS Austria: Dieses Einbaufunkgerät stellt eines der beiden Digitalfunkgeräte innerhalb der Zentrale dar mit denen u.a. eine Kommunikation zu Katastrophenschutzbehörden und anderen Blaulichtorganisationen aufgebaut werden kann.

Feuerwehr-Funkgerät für offenen Anruf: Dieses Einbaufunkgerät (4m Band) dient im Bedarfsfall (z.B. Katastrophe) dem Mithören des Funkverkehres der Feuerwehren um bei laufenden Einsätzen über das Einsatzgeschehen informiert zu sein und evtl. bei Gefahr in Verzug eingreifen zu können, soweit dazu eine Möglichkeit besteht. Dieses Gerät verfügt über keinen Einbauapparat und ist sowohl für den Selektivruf als auch für den offenen Anruf geeignet.

Steuerung Beleuchtung: Von hier werden die Beleuchtungskörper am Feuerwehrareal zentral oder einzeln gesteuert. Außerdem sind noch Alarm-Lichttaster beim Haupteingang und in der Fahrzeughalle zum Aktivieren der gesamten Beleuchtung situiert; jedes Einsatzfahrzeug ist mit einem Funksender ausgestattet, welcher ebenfalls diese Funktion ermöglicht.

Notruf 122 (Apparat 1): Bereits vor Jahren wurde von der Österreichischen Post die bezirksweite Durchschaltung des Feuerwehr-Notrufes "122" realisiert. Damit wurde für jeden Telefonbenützer aus dem Verwaltungsbezirk Tulln die technische Voraussetzung geschaffen, dass bei Benützen dieses Notrufes der Teilnehmer ohne Verwendung einer Vorwahl mit der zuständigen dauerbesetzten Feuerwehrzentrale verbunden ist. Da die Nachrichtenzentrale in unserem Feuerwehrhaus nur fallweise besetzt ist läuft der Notruf in der NÖ Landeswarnzentrale auf - d.h. im "Normalfall" nehmen die Disponenten der LWZ diesen Notruf entgegen und führen die Alarmierung für die entsprechende(n) Feuerwehr(en) nach vorgegebenen Alarmplänen durch. Erst nach einer Alarmierung der Stadtfeuerwehr wird unsere Zentrale besetzt und es erfolgt der Aufbau von Nachrichtenverbindungen zu den ausgerückten Einsatzkräften zur Übernahme und Weiterleitung von Meldungen etc.. Die "Feuertaufe" für eine länger andauernde Besetzung erlebte unsere Zentrale anlässlich der Hochwasserkatastrophe im Juli 1997. Da die damalige Nachrichtenzentrale der NÖ Landes-Feuerwehrschule auch gleichzeitig als Meldekopf der Landeswarnzentrale für Niederösterreich und als Landesführungsstab (Feuerwehr-Landeseinsatzleitung) agierte erfolgte die Notrufentgegennahme und die Bedienung des Warn- & Alarmsystems von ehrenamtlichen Mitgliedern vom Feuerwehrhaus Tulln aus, wo auch der Bezirksführungsstab eingerichtet wurde, d.h., dass die Einsätze im Bezirk Tulln zentral durch Vertreter des Bezirksfeuerwehrkommandos koordiniert werden. Ein eigener ISDN Anschluss steht ausschließlich  für den Feuerwehrnotruf 122 zur Verfügung. Dies ermöglicht eine gleichzeitige Bearbeitung von mehreren Notrufen. Dafür stehen den ehrenamtlichen Disponenten zwei Notrufapparate zur Verfügung.

Telefon-Nebenstelle (Klappe 15): Der Einbau einer zusätzlichen Nebenstelle war erforderlich, um im Einsatzfall einem zweiten Disponenten die Möglichkeit zur Entgegennahme von Anrufen zu gewähren.

FW-Sprechfunk auf Bezirksebene (Kanal 5): Dieser Einbauapparat ist als "abgesetzte Einheit" des im Container unter dem nahe gelegenen Handymasten installierten Funkgerätes (4m Band) ausgeführt. Gerufen werden kann auch dieses Funkgerät, wie bereits beim Kanal 2 angeführt, nur mittels Selektivwahl (Tonwahl).

Digitalfunkgerät BOS Austria: Dieses Einbaufunkgerät stellt eines der beiden Digitalfunkgeräte innerhalb der Zentrale dar mit denen u.a. eine Kommunikation zu Katastrophenschutzbehörden und anderen Blaulichtorganisationen aufgebaut werden kann.

Torsteuerung: Wie direkt neben den Garagentoren können auch von hier aus die Torsteuerungen einzeln betätigt und fernüberwacht werden.

Radio- & Lautsprecheranlage: Das gesamte Feuerwehrareal (Kommandogebäude, Fahrzeughalle, Lagerhalle und Außenanlage) ist mit Lautsprechern ausgestattet, welche von hier aus im Gruppen- oder Sammelruf bedient werden. Im Einsatzfall kann von hier aus "Hausalarm" ausgelöst werden, d.h. es ertönt auf allen Lautsprechern ein Alarmton und im Anschluß daran erfolgt eine Durchsage mit Art und Ort des Einsatzes. Sollte die Nachrichtenzentrale nicht besetzt sein wird im Alarmierungsfall die Beschallungsanlage direkt - wie üblicherweise die Personenrufempfänger der Feuerwehrmitglieder - aktiviert. Ein digitaler Sprachspeicher zeichnet dann die Alarmdurchsage auf, danach wird der Alarmton aktiviert und im Anschluß daran wird der zuvor aufgezeichnete Text auf eine Dauer von zwei Minuten auf die Lautsprecher übertragen. Somit können alle im Feuerwehrhaus tätigen Personen problemlos über erforderliche Einsätze informiert werden.

FW-Sprechfunk auf Bezirksebene (Kanal 5): Dieser Einbauapparat dient nur als Zweitgerät um dem beim Alarmierungssystem tätigen Disponenten ein praktischeres Arbeiten zu ermöglichen.

Telefon-Vermittlung (Klappe 10): Das Feuerwehrhaus verfügt über eine ISDN-Telefonanlage, womit derzeit vier Amtsleitungen (02272/62222) und 22 Nebenstellen mit Durchwahlmöglichkeit betrieben werden.

Notruf 122 (Apparat 2): Beschreibung siehe Notruf (Apparat 1)

 

Nach oben

Beschreibung der rechten Pulthälfte und weitere Geräte:

LED & Kalenderuhr: Diese – von der Decke abgehängte – Kalenderuhr wird unter anderem zur genauen Zeitdokumentation der Notrufe verwendet. Ein hausintern betriebener NTP-Zeitserver verteilt die Zeitbasis innerhalb der vorhandenen IT-Infrastruktur wodurch jede manuelle Korrektur dieser Uhr entfällt und eine Synchronisierung auf höchstem Niveau hinsichtlich Präzision und Redundanz gewährleistet ist. Neben der eigentlichen Uhrzeit wird zusätzlich das komplette Datum inklusive Wochentag mittels roter LED-Anzeige in sensorgesteuerter Helligkeitsregulierung dargestellt.

Fernsehgerät: Zu den Ausstattungsmerkmalen des 37 Zoll großen LED-Fernsehers in Full-HD-Technik zählen u.a. ein eingebauter Kabel-TV-Tuner, ein USB-Mediaplayer sowie ein VGA-Anschluß der den Disponenten auch den Anschluss externen Medien ermöglicht deren Bilder (Landkarten, Lagebilder und sonstige wichtige Informationen) bei Bedarf mittels "Bild-in-Bild" Technik betrachtet werden können.

Besprechungseinheit zum Einsatzleitsystem: Dieses "Telefon" dient zum Aufsprechen des Alarmierungstextes und zum Ausführen der als Aktion oder Maßnahme in den einzelnen Alarmplänen hinterlegten Wahlhilfen.

Notgebereinrichtung: Bei einem evtl. Rechnerausfall am eldis-Arbeitsplatz, dh. dass die Alarmierungen nicht über den Rechner automatisch ablaufen können, steht die Sonnenburg-Alarmierungseinheit zur Verfügung. Dabei muss die Fünftoncodierung manuell eingegeben und das gewünschte Sirenenprogramm ausgewählt werden.

Nach oben

Alarmierungsablauf:

Drucker: Dieser Farb-Tintenstahldrucker steht im Einsatzleitsystem „eldis“ zur Verfügung.

Telefax: Dieses Telefaxgerät ist unter der Klappe 9 erreichbar und dient zusätzlich zum Betrieb in der Zentrale auch dem Bezirksführungsstab als Faxgerät.

Netzwerkanbindung (PC): Durch den Anschluß an das hausinterne Netzwerk stehen den Disponenten auf diesem EDV-Arbeitsplatz digitales Kartenmaterial, Telefonbücher, Formulare, eine Internet- und e-mail-Anbindung sowie andere relevante Daten zur Verfügung. Ebenfalls ist ein Zugang zu dem Feuerwehrdateninformationssystem und Katastrophenschutzmanagement "FDISK" des NÖ Landesfeuerwehrverbandes geben. Über das Netzwerk stehen vier Drucker (1 Farblaser- und 3 S/W-Laserdrucker) bereit. Mittels der Internetanbindung haben die Disponenten u.a. Zugriff auf Schadstoffdatenbanken sowie auf Wetter- und Pegelstands-Informationsdienste.

Drucker: Dieser Laserdrucker steht im hausinternen Netzwerk zur Auswahl.

Nach oben